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ERACLEA >>> Die nordadriatische Küstenlandschaft
- Der Fluß Piave

Der Fluß Piave

Die Geschichte von Eraclea entwickelt sich entlang des Flußes Piave, der dieses Gebiet durchquert.
Er entspring auf dem Monte Peralba in der Provinz Belluno in einer Höhe von 2340 Metern, durchquert die Provinz Treviso, um dann in der Provinz Venedig südlich von Eraclea Mare bei Cortellazzo in die Adria zu münden. Nach der Etsch ist der Piave der wichtigste Fluß Venetiens und zusammen mit Livenza und Sile eine der grüßten Wasserwege der Provinz Venedig. Zur Zeit der Republik Venedig war der Transport von Holz und Metallen aus dem Gebirge (Cadore, Zoldo und Agordo) nur über die Wasserwege möglich.

Der Name „Piave“ wird erst seit dem 6. Jahrh.n.C. erwähnt und zwar in einem Dokument von 568 n.Chr., in dem Paolo Diaocono über ein Treffen am Fluß vom Langobardenkönig Alboino mit dem Bischof Felice von Treviso, schreibt. Ziel war es die Plünderung der Stadt Treviso zu vermeiden.
Eine weitere geschichtliche Begebenheit in Zusammenhang mit dem Piave wird von dem Chronisten Dandolo erwähnt: Der Doge Paoluccio Anafesto soll mit dem Langobardenkönig Liutprando die Grenze zwischen dem italienischen Reich und dem Gebiet von See-Venetien vereinbart haben: vom Piave Maggiore bis zum Piave Secca, auch Piavesella genannt.
Die neuere Geschichte des Flusses ist mit den großen Flußumleitungen verbunden, die die Republik Venedig seit 1450 durchgeführt hat, um die Überschwemmungen und die zunehmende Verlandung der Lagune einzuschränken. Zu diesem Zweck wurde 1534 der Bau des San Marco –Dammes in Auftrag gegeben. Er begann bei Fagarè und endete bei der Caligo-Grube, die höher als der linke Damm lag. So wurde bei Hochwasser ein Überlaufen in die Lagune verhindert.

Die neue Piave-Mündung am Hafen von Jesolo jedoch führte zur Versandung der Hafeneinfahrt nach Venedig: San Nicolo/Lido. so beschloß man 1664 die Verlegung der Piavemündung in den nördlich gelegenen Hafen von S.Margherita/Caorle. Zwischen S.Donà di Piave wurde der geradlinige Kanal Piave Nuovo gegraben. In das alte Flußbett Piave Vecchia leitete man stattdessen den Sile, ebenfalls umgeleitet von seiner ursprünglichen Lagunenmündung bei Portegrandi. Diese Maßnahmen erfüllten nicht ganz die Hoffnungen der „Repubblica Serenissima“, denn es ergaben sich daraus Überschwemmungen und Probleme für die Schiffahrt. 1693 brachen während eines außergewöhnlichen Hochwassers die Dämme bei Landrona, das heutige Revedoli-Gebiet, und so mündete der Fluß etwas nördlich von Cortellazzo.
Am 5. Oktober 1935 führte erneut ein Hochwasser zur entgültigen Stabilisierung der Mündung bei Cortellazzo und verwandelte damit das das bisherige Endstück des Flusses in die kleine „Laguna del Mort“.

 

 






 


 

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